Graukarte

Ich hab mir endlich eine Graukarte geleistet. Und eine Weiß- und Schwarzreferenz. Alles zum Mitnehmen, bitte, von Digital Image Flow.

Die sind zwar nicht ganz billig, aber erstens mit der Größe einer Kreditkarte ziemlich handlich und zweitens eben eine Referenz, was bedeutet daß man immer und überall einen verläßlichen Weißabgleich und eine korrekte Belichtung vornehmen kann.

Natürlich mußte ich das Produkt gleich heute ausprobieren, und dazu hab ich die Kamera bei unserer Standardbeleuchtung per Energiesparlampe einmal absichtlich völlig falsch auf “Sonnenlicht” eingestellt – und damit dann ein Bild von Zuleikha aufgenommen, die die DGK-2 hält.

Das Ergebnis sah wie erwartet ziemlich orangefarben aus:

Als Zuleikha dann aufgegessen hatte, haben wir zusammen am Computer das Bild in RawTherapee geladen und dort mit der Weißabgleichs-Pipette auf die weiße Karte geklickt. Bingo:

Hätte ich vor der Aufnahme bereits einen Weißabgleich auf die weiße und einen Belichtungsabgleich (per Spotmessung) auf die 18% Graukarte vorgenommen, wäre bereits das resultierende JPG korrekt gewesen. Man muß also nicht zwangsläufig im RAW-Format photographieren, um hieraus einen Nutzen zu ziehen, kann es aber.

Überaus hilfreich vor allem dann, wenn sonst keine eindeutig weißen Flächen im Photo zu sehen sind – nehmt einfach das erste Bild einer Reihe mit einer im Bild plazierten Karte auf und bearbeitet alle folgenden Bilder die die gleiche Beleuchtung haben entsprechend. Klappt immer und überall und sieht gut aus.

manueller Weiß- und Belichtungsabgleich, ca. 1 Sek bei Blende 5.6, handgehalten

Danke fürs Anschauen.

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